Am Herbstanfang geht die Sonne überall auf der Erde nahezu im Osten um 06:00 Uhr wahrer Ortszeit (WOZ) auf und im Westen um 18:00 Uhr WOZ unter und theoretisch herrscht Tagundnachtgleiche (lat. Äquinoktium).
Da zur Definition des Herbstbeginns (Schnittpunkt zwischen Ekliptik und Himmelsäquator) die Sonnenmitte verwendet wird, beim Sonnenauf- und Untergang über dem Horizont aber die Sonnenoberkante zählt, ist der lichte Tag morgen noch etwas länger als die Nacht. Die Brechung des Sonnenlichtes in den unteren Schichten der Atmosphäre, die eine scheinbare Anhebung der Sonnenscheibe bewirkt, verstärkt diesen Effekt noch. Somit findet die wirklich sichtbare Tagundnachtgleiche ein paar Tage später statt.
Der astronomische oder kalendarische Herbst bildet den Abschnitt zwischen Herbsttagundnachtgleiche und Wintersonnenwende, die Sonne wandert auf der Ekliptik südwärts. Der Tagbogen der Sonne auf der Nordhalbkugel und damit die Tageslängen werden immer kürzer, die Mittagshöhe der Sonne über dem Horizont sinkt und der Einfallswinkel der Sonnenstrahlung wird kleiner. Folglich wird es im klimatologischen Mittel bei uns immer kälter. Auf der Südhalbkugel dagegen beginnt der Frühling.

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