+++ Glätte +++ Unfälle +++ Tote +++ Chaos +++

Veröffentlicht: Sa 19.01. | 10:06 Uhr - Redaktion +++ Glätte +++ Unfälle +++ Tote +++ Chaos +++

In den höheren Luftschichten kommt milde Luft an und der Niederschlag taut auf. Es gelangt als Regen oder Eis auf dem Boden. Dazu ist heute kräftiger Schneefall dabei, der im Tagesverlauf im Westen Richtung Norden durchzieht und nachlässt. Am späten Nachmittag geht es aber im Westen schon wieder los – erneut gefrierender Regen und Schnee und diesmal auch bis nach Niedersachsen. Auch die Mitte Deutschlands  und Richtung Osten fällt dann in der Nacht Schnee.
 
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Die landkreisgenauen Warnungen eigen im Detail was passiert.
 
 
 
Was bisher geschah:
 
 
Fußgänger wird von Auto erfasst und schwer verletzt
 
Beim Zusammenprall mit einem Auto ist ein Fußgänger im Landkreis Saarlouis schwer verletzt worden. Der 36-Jährige ging am Samstagabend in Wallerfangen auf der Fahrbahn, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Ein Autofahrer übersah den Mann zunächst und konnte dann auf der schneeglatten Straße nicht mehr rechtzeitig abbremsen. Das Auto erfasste den Mann. Der Verletzte wurde in eine Klinik gebracht. Der Autofahrer war laut Polizei betrunken und musste eine Blutprobe abgeben. Sein Führerschein wurde einbehalten.
 
 
Glatteis führt zu zahlreichen Unfällen in Baden-Württemberg
 
Spiegelglatte Straßen infolge von Eisregen haben am Samstagabend und am Sonntag in Baden-Württemberg zu Hunderten Unfällen geführt. Die Autobahnen 5, 6 und 8 mussten über mehrere Stunden hinweg abschnittsweise gesperrt werden, wie ein Sprecher des Lagezentrums im Innenministerium am Sonntag sagte. Die Winterdienste waren pausenlos im Einsatz. Selbst die Streufahrzeuge kamen an einigen Stellen auf der teils zentimeterdicken Eisschicht aber nicht mehr weiter. Erst am Mittag entspannte sich die Lage etwas.

Ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes bezeichnete die Lage als "schlimm". Aus dem gesamten Land seien Meldungen von gefrierender Nässe und Eisregen eingegangen. Die Straßen seien am Morgen spiegelglatt gewesen. Am Tag müsse weiter mit Blitzeis gerechnet werden.

Vor allem im Raum Stuttgart sorgte das Blitzeis für Verkehrsprobleme, in der Stadt krachte es bis zum Mittag nach Polizeiangaben etwa 100 Mal. Zu mehreren Zusammenstößen kam auf der A 5 bei Karlsruhe sowie auf der A 8 zwischen Karlsruhe und Stuttgart. Auf der A 6 wurden bei Sinsheim zwei Menschen bei einer Karambolage mit fünf Autos leicht verletzt. Zunächst prallten zwei Autos ineinander, drei weitere fuhren in die Unfallstelle hinein.

Im Schwarzwald wurden mehrere abschüssige Strecken nach Unfällen gesperrt. Wie auch in anderen Teilen des Landes mussten dort viele Auto- und Busfahrer ihre Fahrzeuge abstellen und teilweise mehrere Stunden auf die Streufahrzeuge warten. Im Landkreis Tuttlingen stellten viele Taxi-Unternehmen und Busse den Dienst ein. Auch Abschleppdienste konnten nicht mehr arbeiten. Vier Streufahrzeuge waren dort in Unfälle verwickelt. Im Enzkreis kam ein Streufahrzeug von der Straße ab und kippte um. Dort wurden bei 55 Unfällen vier Menschen leicht verletzt.

Chaotische Zustände

In Stuttgart blieb es meist bei geringen Sachschäden. Auch den Fußgängern machten die eisglatten Wege in der Landeshauptstadt zu schaffen. Einige Menschen verletzten sich bei Stürzen. Auch im Kreis Böblingen mussten vor allem Fußgänger von Rettungskräften versorgt werden. Bei den mehr als 70 dort registrierten Unfällen gab es keine Verletzten.

Im Landkreis Sigmaringen wurden zwei Frauen bei einem Glatteisunfall leicht verletzt. Eine 23-Jährige geriet mit ihrem Wagen zwischen Sauldorf und Krumbach in den Gegenverkehr und stieß mit dem Auto einer gleichaltrigen Autofahrerin zusammen. Auch auf der Bundesstraße 27 wurden bei Villingen-Schwenningen zwei Personen bei einem Frontalzusammenstoß leicht verletzt, nachdem ein Mann die Kontrolle über sein Auto verloren hatte. Fünf weitere Fahrzeuginsassen blieben unverletzt.



Winterwetter beschert Flughafen Frankfurt mehr als 130 Flugausfälle
 
Schnee und überfrierende Nässe haben am Flughafen Frankfurt am Main zu Flugausfällen geführt. Bis zum Vormittag mussten am Sonntag mehr als 130 Flüge gestrichen werden, wie eine Sprecherin des Betreibers Fraport auf dapd-Anfrage sagte. "Betroffen sind Flüge innerhalb Deutschlands und Europas." Die Zahl könne noch steigen. Hinzu kämen zahlreiche Verspätungen, weil die Flugzeuge vor dem Start enteist werden müssten. Passagiere sollten sich rechtzeitig bei ihrer Fluggesellschaft informieren und mit ausreichend Vorlauf am Flughafen einchecken, sagte die Fraport-Sprecherin.
 
 
Autofahrerin prallt gegen Baum und stirbt
 
Eine Autofahrerin ist im ostwestfälischen Salzkotten mit ihrem Wagen gegen einen Baum gefahren und dabei tödlich verletzt worden. Die 19-Jährige war am Sonntag auf einer Straße mit Schneeverwehungen ins Schleudern geraten, wie die Polizei mitteilte. Das Auto kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Die Frau starb noch an der Unfallstelle.

Wenn Sie im Westen und Südwesten wohnen, sollten Sie heute möglichst auf unnötige Fahrten verzichten und auch beim Spaziergang äußerste Vorsicht walten lassen sollten!
 
 
öt

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