Erkältung und Flugreisen

Do 12.02.15 | 08:02 Uhr - Redaktion
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Erkältung und Flugreisen
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Das größte Problem beim Fliegen mit einer Erkältung ist der Druckausgleich im Mittelohr bei Start und Landung. Selbst ohne Erkältung klagen rund ein Drittel aller Passagiere im Flugzeug über Ohrensausen, Ohrenschmerzen oder vorübergehende Schwerhörigkeit. Während der Startphase eines Flugzeuges sinkt der Kabinendruck rasch. Der hohe Druck im Mittelohr kann aber nur durch eine aktive Öffnung der eustatischen Röhre ausgeglichen werden. Ihr Zweck ist, im Mittelohr immer den gleichen Druck wie in der Außenluft herzustellen. Diese ist häufig durch eine Schleimhaut-Anschwellung behindert.

Noch schlimmer merkt man dies beim Abstieg - aber warum? Beim Abstieg wird der Luftdruck in der Kabine wieder höher. Der Druck im Mittelohr ist aber noch auf dem niedrigen Niveau. Der zunehmende Luftdruck in der Flugzeugkabine presst jetzt das Trommelfell nach innen und gleichzeitig die Ohrtrompete fest zusammen. Damit wird auch das Volumen der Gase geringer, es muss zusätzlich Luft vom Nasenrachenraum ins Mittelohr hineinkommen. Dieser Weg ist von Natur aus schon schwieriger als der umgekehrte Weg beim Aufstieg.

Was kann passieren? Mögliche Komplikationen bei Nichtfunktionieren des Druckausgleichs sind Druckgefühl und Ohrenschmerzen, Tinnitus, Schwerhörigkeit, Schwindel und im Extremfall eine Ruptur der runden Fenstermembran mit möglicher Innenohrschwerhörigkeit und Taubheit.

Klingt alles nicht so gut. Was aber, wenn man unbedingt fliegen muss? Dann sollten Sie  auf alle Fälle Nasensprays benutzen! Wer mit Erkältungen fliegt, sollte die Flugbegleiter bitten, eine halbe Stunde vor dem geplanten Abstieg Bescheid zu sagen. Zu diesem Zeitpunkt sollte Nasenspray benutzt werden. Dies führt zu einem Abschwellen der Schleimhäute und erleichtert den Druckausgleich. Für den Aufstieg ist das in der Regel nicht notwendig.
 
Auch ein spezieller Ohrenschutz ist ratsam. Den erhalten Sie in der Apotheke. Der spezielle Ohrenschutz reguliert den Luftstrom und sorgt so für langsamen und kontinuierlichen Druckausgleich.
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