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Zusammenfassung, 4.6.2013:
In den deutschen Hochwasser-Gebieten haben die Menschen weiter gegen dramatisch steigende Wasserpegel kämpfen müssen. Auf der Elbe rollte nach Angaben der Behörden eine große Flutwelle heran und bedrohte Städte und Deiche. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte den Betroffenen bei Besuchen in den Flutregionen Soforthilfen des Bundes in Höhe von 100 Millionen Euro zu.
   
Entlang der Elbe und ihren Nebenflüssen wurden Innenstädte überflutet, an einigen Stellen brachen Deiche, vielerorts liefen Evakuierungen. Bis Mittwoch erwarteten die Behörden wegen anhaltender Zuflüsse aus dem südlichen Tschechien eine weitere Verschärfung. Es wurden Pegelstände auf dem Niveau oder über den Werten der "Jahrhundertflut" von 2002 erwartet. In Bayern stiegen die Pegel der Donau in einigen Abschnitten weiter stark an.
   
In Dresden mussten zahlreiche Anwohner ihre Häuser verlassen, Helfer verstärkten Deiche und schützten die historischen Bauten der Altstadt mit Sandsäcken. In Bitterfeld und Umgebung forderten die Behörden tausende Bewohner auf, ihre Häuser zu verlassen. In Pirna, wo mit einem Elb-Pegel von elf Metern gerechnet wurde, und in mehreren Orten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge begannen ebenfalls Evakuierungen. In Meißen wurden bereits Teile der Innenstadt überschwemmt.
   
In Halle und Magdeburg verstärkten die Einsatzkräfte fieberhaft die Dämme. Die Behörden in Halle forderten am Dienstag 140.000 zusätzliche Sandsäcke an. Auch im elbabwärts gelegenen Brandenburg rüsteten sich die Krisenstäbe für die nahende Flut.
   
"Wir werden den Menschen, die das zu erleiden haben, zur Seite stehen", sagte Merkel bei einem Besuch in Pirna an der Elbe. Zuvor hatte sie bei einem Besuch im überfluteten Passau in Bayern 100 Millionen Euro an Bundeshilfen in Aussicht gestellt. Die Summe solle "unbürokratisch" ausgezahlt werden und könne eventuell noch aufgestockt werden.
   
Bundespräsident Joachim Gauck sprach den Betroffenen Mut zu und dankte den Helfern: "Sie geben die Hilfe und Hoffnung, die nicht verzweifeln lässt, die zeigt: Zusammen schaffen wir das."
   
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück rief die Menschen in Berlin angesichts der Katastrophe in Deutschland und mehreren Nachbarstaaten dazu auf, "europäisch zusammenstehen". Sachsens Landesregierung bewilligte am Dienstag Soforthilfen von 30 Millionen Euro für die Opfer dort.
   
Im bayrischen Passau entspannte sich die Lage wieder, nachdem der Donau-Pegel am Montagabend 12,89 Metern erreicht hatte. Das war der höchste Stand seit mehreren Jahrhunderten. Teile der Innenstadt waren am Dienstag wieder zugänglich. Kritisch blieb die Lage dagegen in Regensburg, es galt Katastrophenalarm. Im Landkreis Deggendorf wurden mehrere Orte evakuiert.
   
In den Hochwassergebieten wurden derweil immer mehr Einsatzkräfte aus der gesamten Land zusammengezogen. Insgesamt waren nach Angaben des Deutschen Feuerwehrverbands mehr als 43.000 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Bundeswehr kommandierte etwa 4000 Soldaten ab. Auch das Technische Hilfswerk (THW) sowie Rettungsdienste mobilisierten bundesweit Helfer.
   
Schuld an den dramatischen Hochwassern sind die extrem ergiebigen Regenfälle der vergangenen Tage über ganz Mitteleuropa. Auch in Tschechien, Polen, Österreich und anderen Ländern gibt es schwere Überschwemmungen. Dort starben bereits mehr als zehn Menschen in den Fluten, mehrere weitere werden vermisst.
   bro/pw © Copyright AFP Agence France-Presse GmbH

 
15:26 Uhr: An der Elbe drohen Rekord-Pegelstände, in Magdeburg wird er am Donnerstag übertroffen. In Dresden wurde die Marke 7,50 Meter überschritten. Hier wird noch Hilfe benötigt!
 
15:00 Uhr: In Grimma dürfen die ersten Anwohner in ihre Häuser und Wohnungen zur Besichtigung!
 
So geht das Wetter weiter: Das Wetter-Update. Was geschah am Montag - der Ticker. Kommt jetzt doch endlich Sommer-Feeling auf?
 
 
13:25 Uhr: Bahnstrecke zwischen Leipzig und Zwickau bleibt wegen eines Dammrutsches noch mehrere Tage gesperrt - wie der Verkehr trotzdem weiter rollt, ist auf bahn.de zu erfahren. 
 
13:09 Uhr: In Dresden werden in den ersten Häusern der Strom abgestellt und Evakuierungen vorbereitet. 
 
13:08 Uhr: Sandsäcke halten nicht mehr. In Deggendorf läuft die Donau über - hier steigt der Pegel noch weiter. Die Menschen werden mit Hochdruck evakuiert. 
 
13:00 Uhr: Aktuelle Pegelstände
 
Dresden - Elbe: 746 cm, steigend
Meißen - Elbe: 820 cm, steigend
Magdeburg - Elbe: 471 cm, steigend
Passau - Donau: 1150 cm, fallend
Regensburg - Donau: 679 cm, steigend
Halle-Trotha – Saale: 770 cm, steigend
  
12:22 Uhr: 100 Mio Euro verspricht Angela Merkel als Hilfe. Angela Merkel in Passau - die Kanzlerin besucht die Hochwassergebiete.
 
12:00 Uhr: Das Hochwasser-Hilfe-Netzwerk - hier kann jeder seine Hilfe anbieten - was für ein Tool!
 
11:40 Uhr: Nicht nur in Dessau, bei Demker sowie in Leipzig werden an den Füllplätzen freiwillige Helfer gesucht! Wir wünschen allen Hochwasser Opfern und den Helfern viel Kraft und sinkende Pegel!
 
 
10:55 Uhr: An unterer Amper wird der Hochwasser-Scheitel mit 3,60 Meter erwartet. Hochwasser in Bayern. 40 Stunden Hochwasserdrama.
 
10:48 Uhr: Der MDR Thüringen meldet, dass sich Hochwasser- Lage im Altenburger Land weiter entspannt.Trotz fallender Pegel sind aber noch über 1000 Haushalte ohne Strom. Das Landratsamt plant für heute noch eine Aufhebung des Katastrophenalarms.
 
 
10:32 Uhr: Talsperren in Tschechien laufen über, Deich in Dresden-Gohlis an der Elbe wurde aufgegeben. (sz-online) Pirna soll noch 1,50 Meter dazu bekommen. (Nepidd) In Radebeul beginnt die Überflutung der Panzerstraße. (MO)
 
10:20 Uhr: In Regensburg an der Donau ist der Kampf gegen die Fluten am Nordufer verloren, die Werftstraße ist mittlerweile komplett überflutet. (B5 Rundschau) In Passau dagegen wird mit einem Rückgang auf 10,80 Meter bis heute Abend gerechnet. (12,89 Meter gestern Abend) Die Lage in Passau und in Sachsen im Video.
 
10:13 Uhr: In Magdeburg an der Elbe treffen heute Bundeswehrsoldaten ein, die die Feuerwehr unterstützen sollen. Dort wurden bereits 30.000 Sandsäcke verbaut. Schwerpunkt Werder, Herrenkrug meldet der MDR Sachsen-Anhalt.
Bitterfeld an der Mulde richtet Hotline ein: 03493/827555 (MDR) Dort werden Teile der Stadt bereits evakuiert.
 
09:33 Uhr: Das Moldau-Hochwasser hat in Prag den Höchststand erreicht. Gegen 6 Uhr morgens rauschten nach Behördenangaben 3210 Kubikmeter Wasser pro Sekunde den Fluss hinab - normal sind 150. Die Lage wird weiter als sehr ernst beschrieben. Zu einer Bedrohung für die historische Bausubstanz wurde auch das steigende Grundwasser. Bisher starben in Tschechien seit Sonntag 7 Menschen.
 
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Passau - Bild: AFP/CHRISTOF-STACHE
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
09:00 Uhr:  Laut Medienberichten wird in Bitterfeld der Sprit an den Tankstellen bereits knapp
 
08:30 Uhr:  Jetzt erwischt es Pirna - die Straßen laufen in der Altstadt voll.
 
08:15 Uhr: Während flussabwärts die Pegelstände in Passau wieder sinken, steht den Donaustädten Straubing und Deggendorf der Wasserhöchststand noch bevor. "Wir rechnen im Laufe des Tages mit einem Pegel von bis zu 7,80 Metern", sagte ein Sprecher des Landkreises Straubing-Bogen. "Das sind noch einmal 30 Zentimeter mehr als beim Jahrhunderthochwasser 2002." Die Stadt und der Landkreis Straubing sehen sich für die erwartete Scheitelwelle gut gerüstet: "Bislang halten die Deiche; wir hoffen, dass das so bleibt".
 
08:00 Uhr: Die Hochwasserwelle aus Sachsen erreicht Brandenburg. In den vergangenen 24 Stunden sind die Pegelstände der Flüsse gestiegen, wie das Landesumweltamt mitteilte. Vor allem an der Elbe und der Schwarzen Elster seien deshalb die Vorbereitungen zur Bekämpfung der Wassermassen angelaufen.
 
 
07:30 Uhr: Die aktuellen Pegelstände
 
Magdeburg - Elbe: 465 cm, gleichbleibend 
Regensburg - Donau: 672 cm, steigend
Halle-Trotha – Saale: 762 cm, steigend
Dresden - Elbe: 729 cm, steigend
Meißen - Elbe: 799 cm, steigend
Passau - Donau: 1235 cm, sinkend
 
07:22 Uhr: Katastrophenalarm auch in Regensburg. Hier wird ein Pegel von gut 6,80 Meter erwartet. Der Pegel an der Eisernen Brücke würde somit den Höchststand seit 130 Jahren erreichen.  
 
07:00 Uhr: In Sachsen fließt das Wasser in die Meißener Altstadt. Berichten zufolge, ist eine Schutzwand überspült worden.
 
06:45 Uhr: Katastrophenalarm in Magdeburg: Noch halten die Deiche.
 
06:30 Uhr:  An der Elbe steigt das Wasser weiter - etwa 3 Zentimeter pro Stunde schwillt der Fluss an.
 
06:00 Uhr: Zwar sinken die Pegel in Passau, dort wird bis zum Nachmittag ein Pegel von etwa 10 Metern erwartet, aber Sachsen-Anhalt könnte es schlimmer treffen als 2002. Es wird ein höherer Pegel erwartet.
 
öt/sw/Quellen: N24/Bild: AFP PHOTO/MICHAL CIZEK