Übrigens: wenn man sich die Erdboden-Temperaturen anschaut, merkt man, dass der Frost gar nicht so tief in den Boden eindringen konnte, wie die Lufttemperaturen vermuten lassen: Bereits in 5 cm Tiefe gehen die Erdboden-Temperaturen wieder in den Plus-Bereich. Grund: die Schneedecke wirkt wunderbar isolierend.
Und nun kam NICKI ins Spiel. Dieses Sturmtief mit Kern über dem Nordatlantik schob feuchte und 5 bis 6 Grad milde Meeresluft über
Frankreich zu uns herein. Auf dem Weg kühlte sich die Luft etwas ab, just in einen Temperaturbereich, in dem die Niederschläge sowohl als Regen als auch als Schnee fallen können. Regentropfen auf dem noch gefrorenen Boden führten und führen dann zu spiegelglatten Straßen! In Unterfranken verunglückte am frühen Morgen ein mit 32.000 Litern Heizöl beladener Tanklastzug auf eisglatter Straße. Er kippte um. Öl lief nach Polizeiangaben nicht aus.
Im Osten bleibt die Kaltluft am längsten erhalten, besonders problematisch wird dann die Situation in jenen Regionen, in denen sich die Kaltluft nicht so rasch wegschieben lässt.
Im Westen setzt sich die Milderung durch, hier haben die vorgesehenen Regenmengen einen anderen gravierenden Effekt: Tauwetter! Die milde Luft wird sich bis in die Hochlagen der Mittelgebirge durchsetzten, so dass der Schnee vom Sauerland bis zum Schwarzwald weitgehend "den Bach runter" geht! Die Regenmengen, die in der Nacht und heute erwartet werden, dürften zusammen mit der Schneeschmelze manches Gewässer an seine Kapazitätsgrenzen bringen.
Und wie geht's weiter?
Es bleibt auch in den nächsten Tagen unbeständig und mild, dazu Schauer, die bereits am Sonntag wieder in den Lagen oberhalb etwa
900m in Flocken fallen, mehr dazu in Kais Kolumne.
Winter in Braunlage/Harz (PuG Ratti)
Schneemann (T.Lüdtke)
Eisregen in Ratzeburg (J.Witt)

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