Dauerregen und Schneeschmelze haben in der Nordhälfte Bayerns mehrere Flüsse und Bäche über die Ufer treten lassen. Zu Ausuferungen und Überflutungen kam es am Sonntag im Maingebiet sowie an Altmühl, Wörnitz und Vils, wie der Hochwassernachrichtendienst in Augsburg mitteilte. Die Schwarzach in Mittelfranken sollte den Prognosen zufolge im Laufe des Tages die höchste Meldestufe 4 erreichen. Warnungen vor Überschwemmungen galten für die Stadt Schwabach sowie unter anderen für die Landkreise Lichtenfels, Kronach, Roth und Bamberg.
Da es bis Montagmorgen im Norden und Osten des Freistaats weiter kräftig regnen soll, rechneten die Experten mit weiter steigenden Pegelständen im Maingebiet sowie an den Donauzuflüssen.
Der dichte Schneefall hat am Wochenende in Brandenburg für unfreiwillige Rutschpartien auf den Straßen gesorgt. Allein am Samstag wurden im gesamten Bundesland 200 witterungsbedingte Unfälle gezählt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Potsdam sagte. Schwer verletzt wurde seinen Angaben zufolge jedoch niemand.
Allein im Landkreis Oberhavel zählte die Polizei bis zum Sonntagmorgen 18 Glätteunfälle. Meist kam es zu einer Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug oder die Fahrer kamen von der Fahrbahn ab, wie ein Sprecher sagte. Bei drei Verkehrsunfällen entfernten sich die Fahrer unerlaubt von der Unfallstelle. Die Kriminalpolizei hat in diesen Fällen die Ermittlungen aufgenommen.
Auch auf anderen Straßen Schleswig-Holsteins kam es in der Nacht zu witterungsbedingten Unfällen. Zahlen darüber konnte die Polizei in Kiel am frühen Morgen aber noch nicht nennen. In Hamburg musste die Autobahn 239 in der Nacht auf einem Teilstück wegen Blitzeis für den Verkehr gesperrt werden. Vereiste Fahrbahnen meldete die Polizei auch in Mecklenburg-Vorpommern in den Landkreisen Parchim und Ludgwigslust. Angaben über Unfälle lagen zunächst nicht vor.
Bereits am Abend zuvor hatten Autofahrer in Niedersachsen mit Glätte zu kämpfen. Bei Braunschweig war ein 59 Jahre alter Autofahrer am Freitagabend durch den Zaun in einen Vorgarten gefahren, weil er auf eisglatter Fahrbahn nicht mehr bremsen konnte. In Lutter bei Goslar schleuderte es einen Autofahrer aus einer Kurve in den Graben. In Bremen verunglückte am Freitagabend auf eisglatter Straße ein Kleinwagen. Drei Menschen wurden schwer verletzt, die Feuerwehr musste sie mit schwerem Gerät aus dem Wrack befreien.
Auch auf anderen Straßen Schleswig-Holsteins ereigneten sich in der Nacht witterungsbedingte Unfällen. Bei Wittenborn im Kreis Segeberg kam ein Fahrer mit seinem Pkw auf der Bundesstraße 206 wegen Glätte ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Dabei erlitt der Fahrer schwere, seine beiden Beifahrer leichte Verletzungen. Angaben über weitere Unfälle konnte die Polizei in Kiel am frühen Morgen noch nicht nennen.
Derweil rief der Hamburger Winterdienst am Samstagmorgen zum Großeinsatz auf. In der Nacht und am Vormittag hatte es in der Hansestadt stark geschneit. Die Stadtreinigung klingelte deshalb am frühen Morgen 110 Fahrer von Streufahrzeugen aus dem Bett. Insgesamt streuten 1.000 Einsatzkräfte Sand oder Kies auf 10.500 Fußgängerüberwegen und Kreuzungen der Hansestadt, wie ein Sprecher der Stadtreinigung sagte. Zudem bestreuten sie 4.000 Bushaltestellen, sowie fast 1.000 Kilometer an Rad- und Gehwegen.
Im Weimarer Land in Thüringen kam es auf der Autobahn 4 zu zwei aufeinanderfolgenden Unfällen, an denen insgesamt zehn Fahrzeuge beteiligt waren. Die Autos krachten nahe der Abfahrt Apolda ineinander. Auch dort wurden mehrere Fahrzeuginsassen verletzt. Die genauen Unfallursachen blieben unklar. 15 Kilometer Stau waren die Folge. (dapd)
Eben war noch die Rede vom Weihnachtsfrühling und dann Glätte? Ja, ist hier die Antwort, denn im Osten kommt die eisige Luft aus Russland an und die muss erst mal weggeschafft werden, bevor es überall milder wird. Das dauert und solange schneit es eben an der Grenze zwischen der milden und der kalten Luft. Besonders im Osten. Nun, Schnee kann man gut ausmachen, aber die große Gefahr besteht durch den gefrierenden Regen, der auch zeitweise fällt und nicht sofort erkennbar ist.

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