Das Loch über der Antarktis

Veröffentlicht: Sa 10.12. | 04:03 Uhr - Renate Molitor
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Das Loch über der Antarktis

In den 80ern wurde das Loch erstmals entdeckt, bis in die 90ern war die Aufregung um das Ozon groß. So wurde Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) verboten, nun kommen Spraydosen und Kühlschränke längst ohne sie aus. Doch Aufatmen können wir deswegen nicht!
Am 16. September 1987 gelang der Weltgemeinschaft im kanadischen Montreal das, woran sie beim Schutz des Klimas immer wieder gescheitert sind. Die Vereinigten Staaten kamen zu dem Entschluss, dass sie sich auf ein verbindliches Abkommen zum Schutz der Ozonschicht einigen müssen. Die Produktion von Ozonfressern wie FCKW wurde gestoppt, heute halten sich fast 200 Länder an die Abmachung.
Markus Rex vom Alfred-Wegner-Institut für Polar- und Meeresforschung in Potsdam berichtete: „Das ist ein ganz beeindruckender Erfolg der internationalen Umweltpolitik.“ Man gehe davon aus, dass es ohne das FCKW-Verbot schlimmer aussähe. „2050 wäre die Ozonschicht weltweit fast komplett zerstört. Wir hätten dann ein riesiges Problem mit der UV-Strahlung auch auf unseren Breiten.“Messungen ergaben, dass sich die Ozonschicht der Erde allmählich erholt. Noch ist der Zustand aber alles andere als beruhigend. „Der Tiefpunkt sei gerade erreicht“, soRex. Den Voraussagungen nach wird sich das Loch über der Antarktis erst 2060 bis 2070 langsam wieder schließen.In den mittleren Breiten, wo die Ozonschicht im Vergleich zu dem Jahr 1980 um drei bis fünf Prozent dünner geworden ist, sei erst in einigen Jahren mit Besserung zu rechnen.
 
(nto)

 



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