Das große Schliddern durchs Wochenende

Veröffentlicht: Mi 28.09. | 20:52 Uhr - Renate Molitor
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Das große Schliddern durchs Wochenende

Die gefährliche Seite des Winters bekamen vor allem am Samstag Autofahrer in Ostdeutschland und der östlichen Hälfte Bayerns zu spüren. Der Regen fiel dort auf gefrorenen Boden und sorgte für viele glatte Straßen.

In Unterfranken verunglückte Samstag ein mit 32.000 Litern Heizöl beladener Tanklastzug auf eisglatter Fahrbahn. Er kippte um. Öl lief nach Polizeiangaben nicht aus. Auch auf Autobahnen kam es zu Glatteisunfällen, bei denen aber meist nur Blechschäden entstanden. Viele Polizeidienststellen meldeten Glatteisunfälle, die aber glimpflich ausgingen.


Das einsetzende Tauwetter hat am Wochenende auch für spiegelglatte Straßen in Brandenburg gesorgt. Die Polizei musste wiederholt ausrücken, da Autofahrer auf den glatten Straßen zu schnell unterwegs waren. Insgesamt wurden bis zum Sonntag 36 witterungsbedingte Unfälle gezählt, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Potsdam sagte.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für mehrere Landkreise, darunter Barnim, Märkisch-Oderland und Dahme-Spreewald, Unwetterwarnungen vor Glatteis herausgegeben. "Die Menschen waren rechtzeitig gewarnt. Viele haben ihr Auto deshalb stehen gelassen", sagte der Polizeisprecher.

Kinder prügeln sich um Rodelhang - Nasenbein gebrochen

Im Landkreis Teltow-Fläming wurde eine 25-jährige Frau bei einem Unfall am Samstag schwer verletzt. Sie hatte in einer Linkskurve zwischen Meinsdorf und Rinow die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren und war gegen einen Baum geprallt.

In Borkheide (Landkreis Potsdam-Mittelmark) war ein 29-Jähriger am Freitagabend mit seinem Wagen zu schnell auf der glatten Straße unterwegs, so dass er in den Graben rutschte, gegen einen Baum stieß und sich schließlich noch überschlug. Der Mann wurde mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Dass der Schnee nicht nur besinnliche Weihnachtsgefühle hervorruft, mussten die Eltern zweier Jungen in Dallgow-Döberitz (Landkreis Havelland) am Freitag erfahren. Die beiden Schüler im Alter von 9 und 11 Jahren stritten sich nach Angaben eines Polizeisprechers darum, wer zuerst mit seinem Schlitten den Hang der Grundschule herunterrodeln dürfe. Der Streit eskalierte, der 11-Jährige schlug zu und brach dem jüngeren Schüler das Nasenbein.

4.500 Tonnen Salz, 650 Tonnen Kies und 900 Tonnen Sand sind seit dem Wintereinbruch vor zehn Tagen auf die Hamburger Straßen gestreut worden. 1.000 Mitarbeiter waren mit 370 Fahrzeugen fast rund um die Uhr im Einsatz, wie ein Sprecher der Stadtreinigung Hamburg am Sonntag bilanzierte. Dabei wurden 75.000 Kilometer zurückgelegt. Neben den Hauptverkehrsstraßen befreiten die Einsatzkräfte auch Geh- und Radwege sowie Bushaltestellen von Schnee und Eis.

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