Ausfälle am laufenden Band durch Schnee

Veröffentlicht: Mo 21.01. | 07:31 Uhr - Redaktion Ausfälle am laufenden Band durch Schnee

 
Es schneit fast überall in Deutschland, nur nördlich der Elbe ist es zeitweise trocken, da pfeift aber ein ordentlich kalter Ostwind, der teilweise sogar für Sturmböen sorgt.
 
Einige wichtige Links auf wetter.com:
 
 
Hier ein paar interessante Bilder unserer User:
 
Regen und Blitzeis in Blickweiler von Sandra Scherer
Regen und Blitzeis in Blickweiler von Sandra Scherer
 
Schnee in Bad Neustadt Saale von Matthias Fell 
"Grüner" Schnee in Bad Neustadt an der Saale von Matthias Fell
 
Die Meldungen des Tages:
 
Straßenbahnverkehr in Metropolregion Rhein-Neckar eingestellt
 
Der Wintereinbruch hat am Montag in Teilen Baden-Württembergs zu deutlichen Verkehrsbehinderungen geführt. In der Metropolregion Rhein-Neckar wurde wegen vereister Oberleitungen der Straßen- und Stadtbahnverkehr bis auf Weiteres eingestellt, wie eine Sprecherin der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH sagte. In Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen und an der Bergstraße wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Es kam zu deutlichen Verspätungen und Fahrtausfällen. Betroffen waren mehrere hunderttausend Fahrgäste.

Am Flughafen Stuttgart kam es durch die Enteisung der Flugzeuge zu Verspätungen von 20 bis 30 Minuten. Zudem seien einige wenige Flüge ausgefallen, sagte ein Sprecher. Im Raum Stockach (Landkreis Konstanz) wurde am Morgen ein Schüler leicht verletzt, als ein Schulbus auf schneeglatter Straße ins Rutschen kam und an einer Böschung umkippte. Insgesamt zehn Schüler wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.
 
 
Auch der Norden bekommt Schnee
 
Schneegestöber und Glätte setzen auch den Menschen im Norden Deutschlands zu. Die Fluggesellschaft Lufthansa hat am Montag 33 Flüge an den Flughäfen Hamburg, Hannover und Bremen gestrichen, wie Lufthansa auf ihrer Homepage angab. Vor allem Flüge von und nach Frankfurt am Main und München sind wegen der dortigen Wetterlage betroffen.

Auch beim Schiffsverkehr sorgte das winterliche Wetter für Beeinträchtigungen. Fähren nach Wangerooge und Juist fallen am Montag und Dienstag wegen Eisgangs und niedriger Wasserstände aus. Schiffe können aktuell auch nicht die Müritz-Elde-Wasserstraße vom Eldedreieck bis zum Plauer See passieren, da die Schleusen gesperrt sind. In Osnabrück fällt an allen allgemeinbildenden Schulen der Unterricht aus.

Der Straßenverkehr war zunächst nur vereinzelt beeinträchtigt. Meldungen über vermehrte Unfälle gab es nicht. Auf der Autobahn 7 staute es sich aufgrund der Schneeglätte über mehrere Kilometer, wie die Verkehrsmanagementzentrale für Niedersachsen und Hannover am Montag auf ihrer Internetseite mitteilte.

Bis zum Wochenende ist weiterhin mit Schnee, Glätte und Minusgraden zu rechnen, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. Besonders betroffen seien der Süden und die Mitte Niedersachsens, Hamburg würde der Schnee aber auch bald erreichen. Die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt warnt aufgrund des unbeständigen Wetters vor dem Betreten von Eis auf Gewässern.
 
 
Öffentlicher Nahverkehr eingeschränkt
 
Das Winterwetter hat am Montagvormittag im Südwesten zu Verkehrsbehinderungen geführt. Der Verkehrsverbund VRN meldete witterungsbedingte Verspätungen und Ausfälle im gesamten Verkehrsgebiet Rhein-Neckar. In Ludwigshafen fuhren am Morgen wegen vereister Oberleitungen keine Straßenbahnen mehr. Schnee und Eis hatten auch die Region Trier fest im Griff. Die Ortschaften Ittel, Idesheim, Hofweiler und Idenheim konnten nach Angaben der Rhein-Mosel-Bus nicht mehr angefahren werden.

Ebenso wurde der Busverkehr rund um Mainz wegen schneebedeckter Straßen eingeschränkt. Landesweit kam es immer wieder zu kleineren Unfällen, wie die Polizeipräsidien mitteilten. Die Räumdienste waren im ganzen Land im Dauereinsatz. In einigen Regionen der Pfalz fuhren am Vormittag keine Schulbusse, sodass der Unterricht an manchen Schulen ausfiel.

Behinderungen auf Autobahnen

Bereits in der Nacht zum Montag wurde auf der Autobahn 61 der dritte Fahrstreifen gesperrt und die Geschwindigkeit reduziert. In Kaiserslautern war vor allem die Autobahnpolizei im Dauereinsatz, wie ein Polizeisprecher sagte.

Am Regionalflughafen Frankfurt-Hahn kam es teilweise zu Verspätungen. Die Start- und Landebahn müsse wegen des starken Schneefalls regelmäßig geräumt werden, sagte eine Flughafensprecherin. Auch die Maschinen müssten vor dem Flug enteist werden.
 
Erneut Flüge nach Leipzig/Halle gestrichen
 
Schnee und Eis behindern weiter den Flugverkehr. Die Behinderungen auf den großen Luftdrehkreuzen Frankfurt am Main und München bekommt auch der Flughafen Leipzig/Halle zu spüren. Am Montag wurden Flüge von Hessen und Bayern beziehungsweise in diese Regionen gestrichen, wie aus der Homepage des mitteldeutschen Airports hervorgeht.

Auf dem Frankfurter Flughafen wurden am Vormittag mehr als 200 Flüge annulliert. Wegen des starken Schneefalls sei der Winterdienst auf den Start- und Landebahnen im Dauereinsatz, sagte eine Flughafensprecherin in Frankfurt. Am Sonntag waren insgesamt 450 Flüge gestrichen worden.
 
Schnee und Eis legt Busbetrieb in Nordhessen lahm
 
In ganz Nordhessen ist am Montagmorgen der Busverkehr wegen des Winterwetters eingestellt worden. Bis zum Mittag sollten keine Busse fahren, da es nicht mehr möglich sei, zuverlässig und sicher die Fahrgäste zu transportieren, wie der Verkehrsverbund Nordhessen mitteilte. Auch im Bahnverkehr musste mit Ausfällen und Verspätungen gerechnet werden, da teilweise Weichen eingefroren oder eingeschneit waren.

So wurde beispielsweise in Kassel der Betrieb der Straßenbahnen eingestellt. Schnee hatte die Gleise blockiert, wie eine Sprecherin der Verkehrsbetriebe sagte.
 
 
 
Winterwetter führt zu Staus und verspäteten Zügen
 
Schnee und eisglatte Straßen haben in Nordrhein-Westfalen zu Staus auf den Autobahnen und Einschränkungen im Bahnverkehr geführt. Den längsten Stau meldete die Landesleitstelle am Montagmorgen auf der A 43 zwischen Dülmen und dem Kreuz Münster-Süd. Dort war auf 15 Kilometern nur noch Schritttempo möglich. Zudem gab es zahlreiche Staus mit einigen Kilometern Länge. Auf den teilweise glatten Straßen kam es den Angaben zufolge bislang nicht zu schweren Unfällen, es blieb bei Blechschäden.

Ein Sprecher der Leitstelle sagte, die Staulänge sei für einen Montagmorgen nicht ungewöhnlich. Der WDR meldete mehrere Hundert Kilometer Stau.

Auch auf den Schienen kam es zu wetterbedingten Verzögerungen. Es seien einzelne Züge betroffen, sagte ein Bahnsprecher. Zudem gebe es eine Oberleitungsstörung zwischen Düren und Langerwehe, so dass die Züge dort endeten und dann umkehrten. Dadurch komme es im Raum Köln zu Verspätungen.

 
In München fallen zehn Prozent der Flüge aus
 
Der Eisregen vom Sonntagabend hat den Verkehr auf Bayerns größten Flughäfen am Montag weiter beeinträchtigt. In München fielen 126 Starts und Landungen aus, erklärte Flughafensprecher Peter Prümm der dapd. Das entspreche zehn Prozent des Flugaufkommens. Betroffen seien sowohl innerdeutsche als auch europaweite Verbindungen. Grund hierfür sei, dass am Vorabend wegen des Eisregens viele Strecken nicht bedient werden konnten und deshalb eingeplante Maschinen am Montag an den Zielflughäfen fehlten.

Wegen des anhaltenden Schneefalls in München komme es darüber hinaus zu zahlreichen Verspätungen. Prümm schätzt, dass Tausende Fluggäste von den Flugplanänderungen betroffen sind.

Weniger gravierend wirkte sich das Wetter indes bisher auf den Flughafen Nürnberg aus: Dort mussten nach Angaben von Sprecher Reto Manitz am Montag lediglich 16 Starts und Landungen von und nach München, Frankfurt, Düsseldorf und Paris abgesagt werden. Auch Verspätungen in größerem Umfang gebe es nicht, da die Startbahn frei von Schnee oder Eis und daher einwandfrei zu nutzen sei, sagte er.
 
 
Starke Verkehrsbehinderungen wegen Schnee und Eis in Hessen
 
In ganz Hessen haben Schnee und Eis am Montag zu massiven Verkehrsbehinderungen geführt. Auf dem Frankfurter Flughafen wurden am Vormittag mehr als 200 Flüge gestrichen. Wegen des starken Schneefalls sei der Winterdienst auf den Start- und Landebahnen im Dauereinsatz, sagte eine Flughafensprecherin. Die Enteisung der Flugzeuge laufe aber wieder problemlos.

Am Sonntag waren insgesamt 450 Flüge annulliert worden. Der Flughafen-Betreiber Fraport empfiehlt Passagieren, sich rechtzeitig vor ihrer Reise bei ihrer Fluggesellschaft zu informieren und möglichst früh einzuchecken.

Auch auf den Straßen kam es zu massiven Beeinträchtigungen. Auf Autobahnen und Bundesstraßen stellten sich mehrfach Lastwagen quer. Es kam zu kilometerlangen Staus. Wegen eingefrorener Oberleitungen kam der Straßenbahnverkehr in Frankfurt weitgehend zum Erliegen. Auch die U-Bahn-Linien fuhren nur noch unregelmäßig.

In Kassel wurde ebenfalls der Betrieb der Straßenbahnen eingestellt. Schnee hatte die Gleise blockiert, wie eine Sprecherin der Verkehrsbetriebe sagte. Es werde aber versucht, den Busbetrieb am Laufen zu halten.

 
Saarland bleibt von Schneechaos zunächst verschont  
 
Trotz Schnee und eisglatter Straßen ist die Verkehrslage im Saarland offenbar ruhig. In der Nacht zu Montag habe es lediglich eine Hand voll Unfälle mit Blechschäden gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei in Saarbrücken auf dapd-Anfrage. Die Autobahnen und Landstraßen seien frei. Auch Schulbusse und Bahnen fahren dem Sprecher zufolge. In der Nacht hatte es rund fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee gegeben.
 
Kinder müssen zu Hause bleiben
 
Wegen heftiger Schneefälle und vereister Straßen sind am Montagmorgen in Unterfranken einige Schulen geschlossen geblieben. Betroffen sind dem bayerischen Kultusministerium zufolge die Landkreise Schweinfurt, Miltenberg und Main-Spessart. Zu Schulausfällen kam es an der Grund- und Mittelschule Werneck und der Grundschule Thüngen.

Nach Auskunft der zuständigen Straßenmeistereien könne der Unterricht in den betroffenen Landkreisen aber grundsätzlich stattfinden. Bei höhergelegenen Orten und Gemeinden könne es aber zu Behinderungen im Schulbusverkehr kommen. Den Eltern wurde geraten, sich mit der jeweiligen Schulleitung in Verbindung zu setzen.
 
 
 
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öt

 

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