Erhebliche Schäden durch Unwetter

Veröffentlicht: Di 21.08. | 13:36 Uhr - Redaktion Erhebliche Schäden durch Unwetter

Im Osten Brandenburgs rückte die Feuerwehr in der Nacht auf Dienstag beinahe 200 Mal wegen überfluteter Keller und umgestürzter Bäume aus. Menschen wurden nach Angaben der Polizei nicht verletzt.
Allein in Barnim hatte die Feuerwehr am Montagabend 73 sturmbedingte Einsätze, wie die Leitstelle Nordost in Eberswalde mitteilte. Meist mussten umgestürzte Bäume geräumt oder beschädigte Dächer gesichert werden. Auch am Dienstagmorgen gingen noch Meldungen von Bürgern ein.
In Frankfurt (Oder) wurde die Feuerwehr 56 Mal wegen abgebrochener Bäume oder Äste sowie dreimal wegen Wasserschäden gerufen, wie es in der Leitstelle Oderland hieß. In Märkisch-Oderland mussten 41 Bäume geräumt werden. Mehrere Einsätze gab es den Angaben zufolge auch in der Uckermark und im Landkreis Oder-Spree.

Auch in vielen Teilen Bayerns haben die Unwetter erhebliche Schäden angerichtet. Landesweit rückten die Einsatzkräfte in der Nacht auf Dienstag mehr als 200 Mal aus, wie Polizei und Feuerwehr mitteilten. Bäume stürzten auf Fahrbahnen und Zuggleise, Keller liefen voller Wasser und Blitzeinschläge setzten Häuser und Scheunen in Brand. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Unterdessen warnt der Deutsche Wetterdienst in München weiterhin vor Waldbränden in Nordbayern.
Ein Bauernhof in Heldenstein im Landkreis Mühldorf am Inn fing vermutlich nach einem Blitzschlag Feuer. Die Tiere wurden unversehrt aus dem Stall gerettet. Die Polizei schätzt den Schaden auf eine halbe Million Euro. In Forchheim in Oberfranken setzte ein Blitzschlag den Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Brand und richtete einen Schaden in Höhe von 150.000 Euro an.
Auch in Niederbayern blitzte es: In Drachselsried wurde das komplette Obergeschoss eines Wohnhauses durch einen Blitzeinschlag verwüstet. Unter anderem wurden den Angaben der Polizei zufolge fast alle Deckenverkleidungen herunter gesprengt. Die Elektronik der umliegenden Häuser wurde ebenfalls beschädigt. Es entstand ein Schaden von bis zu 100.000 Euro.
Allein in Oberbayern rückten die Einsatzkräfte in der Nacht auf Dienstag mehr als 60 Mal aus, meist wegen Verkehrsbehinderungen durch überflutete Straßen und umgestürzte Bäume. In Markt Schwaben wurde das Gewächshaus einer Gärtnerei durch Hagel schwer beschädigt, in Fürstenfeldbruck krachte ein Baum auf zwei geparkte Autos und bei Beilngries geriet eine Trafostation nach einem Blitzschlag in Brand.
In Niederbayern, der Oberpfalz und in Schwaben liefen zudem Keller voll, einige Bäume stürzten um und mehrere Kanaldeckel wurden von den Wassermassen aus ihren Verankerungen gedrückt.
Bei der Bahn kam es wegen des Unwetters zu Behinderungen und Verspätungen. Wie ein Sprecher sagte, waren um München fünf Zugstrecken durch herabgefallene Äste und umgestürzte Bäume auf Oberleitungen und Gleise teilweise blockiert. Auf der S-Bahnstrecke S 8 kam es wegen eines Blitzeinschlags zu einer Signalstörung.
Derweil kam die Region Franken glimpflich davon. In Oberfranken hätte sich die Polizei wegen der anhaltenden Waldbrandgefahr sogar mehr Niederschlag gewünscht. "Wir brauchen dringend Regen", sagte dort eine Sprecherin.

Auch in der kommenden Nacht muss noch mit Gewittern gerechnet werden, die örtlich auch unwetterartig ausfallen können. Dabei besteht dann Gefahr von Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen! Also behalten Sie den Niederschlagsradar im Blick!
 
(dapd/ag)

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