Luftbelastung Ozon
Was ist Ozon?
Ozon ist ein vielseitiges Gas. Es kann hochexplosiv und aggressiv sein, es kann uns aber auch vor den schädlichen UV-Strahlen der Sonne schützen. Es ist ein bläuliches, charakteristisch riechendes, sehr giftiges Gas. Im flüssigen Zustand ist Ozon dunkelblau, im festen Zustand bildet es eine violette, kristalline Masse.
Ozonwert für
Ozonwerte für Niedersachsen vom 11.05.2013
| Station | Tagesdurchschnitt | Tagesmaximum | |
|---|---|---|---|
| Allertal | 53,38 µg/m³ |
|
85,34 µg/m³ |
| Altes Land | 62,84 µg/m³ |
|
89,10 µg/m³ |
| Braunschweig | 57,66 µg/m³ |
|
82,44 µg/m³ |
| Elbmündung | 62,24 µg/m³ |
|
83,88 µg/m³ |
| Emsland | 64,40 µg/m³ |
|
85,87 µg/m³ |
| Göttingen | 57,69 µg/m³ |
|
79,92 µg/m³ |
| Hannover | 64,56 µg/m³ |
|
83,95 µg/m³ |
| Jadebusen | 62,54 µg/m³ |
|
79,54 µg/m³ |
| Lüneburger Heide | 62,34 µg/m³ |
|
93,95 µg/m³ |
| Oker/Harlingerode | 66,10 µg/m³ |
|
92,46 µg/m³ |
| Osnabrück | 60,50 µg/m³ |
|
76,91 µg/m³ |
| Ostfries. Inseln | 74,99 µg/m³ |
|
106,89 µg/m³ |
| Ostfriesland | 63,43 µg/m³ |
|
94,79 µg/m³ |
| Salzgitter/Drütte | 55,19 µg/m³ |
|
82,43 µg/m³ |
| Solling-Süd | 57,04 µg/m³ |
|
83,04 µg/m³ |
| Südoldenburg | 66,15 µg/m³ |
|
90,80 µg/m³ |
| Wendland | 59,53 µg/m³ |
|
91,86 µg/m³ |
| Weserbergland | 64,34 µg/m³ |
|
85,68 µg/m³ |
| Wolfsburg | 53,80 µg/m³ |
|
81,13 µg/m³ |
| Wurmberg | 75,81 µg/m³ |
|
89,95 µg/m³ |
Die Auswirkungen von Ozon
Ozon in Bodennähe ist bereits in geringen Konzentrationen schädlich für Mensch und Tier, da es sehr reaktionsfreudig ist und die Schleimhäute angreift. Eine erhöhte Ozonkonzentration kann zur Beeinträchtigung der Lungenfunktion und zu entzündlichen Reaktionen des Lungengewebes führen. Auch die körperliche Leistungsfähigkeit sowie Tränenreiz, Hustenreiz und Kopfschmerzen können auftreten. Kreislaufkranke sind einer erhöhten Belastung ausgesetzt.
Wie wird Ozon gebildet?
Das atmosphärische Ozon entsteht durch Spaltung von Sauerstoffmolekülen durch die ultraviolette Strahlung der Sonne. Dabei wird das Sauerstoffmolekül in zwei Sauerstoffradikale gespalten. Diese vereinen sich entweder wieder zu einem Sauerstoffmolekül (Rekombination) oder verbinden sich mit einem Sauerstoffmolekül zum dreiatomigen Ozonmolekül.
Wie und auf welcher rechtlichen Grundlage wird die Höhe der Ozonkonzentration bewertet?
Mit der 33. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz sind europaweit geltende Zielwerte in deutsches Recht übernommen worden. Die Verordnung enthält keine Grenzwerte, sondern Zielwerte, die bis 2010 bzw. 2020 eingehalten werden sollen, sowie eine Informationsschwelle und eine Alarmschwelle für kurzfristige Spitzenbelastungen. Hinsichtlich des Schutzes der Gesundheit sind diese:
| Zielwert (2010) | 120 µg/m³ als höchster 8-Stunden-Mittelwert eines Tages | darf an höchstens 25 Tagen pro Kalenderjahr überschritten werden, gemittelt über 3 Jahre |
| Langfristiges Ziel (2020) | 120 µg/m³ als höchster 8-Stunden-Mittelwert eines Tages während eines Kalenderjahres | |
| Informationsschwelle | 180 µg/m³ als 1-Stundenmittelwert | Aktuelle Information bei Überschreitung |
| Alarmschwelle | 240 µg/m³ als 1-Stundenmittelwert, während 3 aufeinander folgenden Stunden | Aktuelle Warnung der Bevölkerung |

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