Entwicklung und Leben

Nach dem Schlüpfen durchlaufen Zecken drei Entwicklungsstadien -von der Larve über die Nymphe zur erwachsenen Zecke. Als ganz kleine Larven (0,5 mm) befallen sie kleine Säugetiere (Igel, Mäuse) und häuten sich anschließend. Nach einer Blutmahlzeit als Nymphe entwickelt sie sich zur geschlechtsreifen Zecke und braucht erneut Blut. Die weiblichen Zecken saugen erheblich mehr Blut, als die Männchen. Sie brauchen das Blut zur Bildung von bis zu 3.000 Eiern. Der ganze Entwicklungszyklus der Zecke dauert zwei bis drei Jahre. In jedem Stadium braucht die Zecke eine Blutmahlzeit. Bei ungünstigen Verhältnissen, wenn sich kein Wirt finden lässt, können bis zu fünf Jahre vergehen. Zecken können sehr gut hungern. Wenn es sein muss, verzichten sie zwei Jahre lang auf Nahrung.

Der Lebensraum

Die Zeckensaison geht normalerweise von März bis Oktober, denn sie brauchen ein Klima, das hohe Luftfeuchtigkeit und relative Wärme verspricht. Außerdem suchen Zecken sich Orte, wo ihre natürlichen Wirte besonders häufig vorkommen. Ideale Bedingungen bieten Waldränder und Waldlichtungen mit hochgewachsenen Gräsern. Auch an Bachrändern mit entsprechendem Bewuchs sind sie zu finden. In Laub- oder Mischwald ohne grasigen oder krautigen Unterwuchs fühlen sich Zecken ebenfalls wohl. Auch zu Hause können Sie vor Zecken nicht sicher sein. Viele Gärten bieten ihnen ideale Lebensbedingungen.