Was tun, wenn ich gebissen wurde?

In jedem Fall sollte die Zecke sofort aus der Haut entfernt werden. Dies sollte bestenfalls mit einer speziellen Zeckenzange, andernfalls mit einer feinen Pinzette geschehen. Wichtig ist, die Zeckenzange oder Pinzette möglichst dicht über der Haut anzusetzen und die Zecke dabei nicht zu quetschen oder zu zerdrücken. Auch sollte auf Öl oder Alkohol verzichtet werden. Wer unsicher ist, sollte einen Arzt aufsuchen.

Wie kann ich vorbeugen?

Völlig verhindern lassen sich Zeckenbisse nicht. Es gibt jedoch einige Dinge, auf die Sie bei einem Besuch im Garten oder der freien Natur achten sollten:

  1. Tragen Sie geschlossene, helle Kleidung

  2. Benutzen Sie Insekten abweisende Mittel (Repellents)

  3. Meiden Sie Wege durch hohes Gras, Gebüsch und Unterholz

  4. Suchen Sie Ihren Körper nach dem Besuch in der freien Natur nach Zecken ab

Eine weitere Möglichkeit ist die Zeckenimpfung, die jedoch nur gegen die eher seltene FSME und nicht gegen die Borreliose hilft.

Eine Impfung ist der beste Schutz

Die Zeckenimpfung bietet einen guten Schutz vor FSME. Zu diesem Zweck werden dem Impfling abgeschwächte Krankheitserreger injiziert. Im Körper bewirkt das die Bildung von spezifischen Antikörpern gegen die FSME-Viren.

Der Impfschutz sollte möglichst vor der Zecken-Saison (April bis November) erfolgen. Die Impfung besteht aus drei aufeinanderfolgenden Injektionen. Nachdem die erste Impfung erfolgreich vorgenommen wurde erfolgt 14 Tage bis 3 Monate später die zweite Injektion. Die dritte und vorerst letzte Injektion erhält der Impfling dann nochmals 6 bis 12 Monate später. Erst nach dieser dritten Impfung ist ein größtmöglicher Schutz gewährleistet.

Wer sollte sich impfen lassen?

Impfen lassen sollten sich jene Personen, die sich längere Zeit in gefährdeten Gebieten aufhalten oder planen, diese zu besuchen. Auch Personen, die sich beruflich (Mitarbeiter Forstwirtschaft, Jäger) oder privat viel in der freien Natur aufhalten sind gefährdet, und sollten sich vorsorglich impfen lassen.

Zu den besonders gefährdeten Gebieten in Deutschland gehören:

  1. Baden-Württemberg (besonders Schwarzwald, Oberrhein und Bodensee)

  2. Bayern (besonders die Region um Passau, Bayrischer Wald, die Gegend um die Donau und ihrer Nebenflüsse)

Die Zeckengefahr lauert auch im Ausland:

Albanien, Estland, Slowakei, Litauen, Ungarn, Tschechische Republik, Frankreich (Elsass), Österreich (Flussniederungen entlang der Donau; Niederösterreich: Teile von Kärnten, Steiermark und Burgenland), Italien (Umgebung von Florenz und Trient, Russland (vor allem die Waldgebiete von Kalingrad bis Sibirien)

Genauere Informationen dazu erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt.