1. Zecken lassen sich von Bäumen fallen
    Um auf einen Wirt zu gelangen, warten Zecken im Gras, im Unterholz und in Büschen. Larven erklettern eine Höhe von bis zu 25 Zentimeter, Nymphen bis zu 50 Zentimeter und erwachsene Zecken bis zu 1,5 Metern. Die meisten Menschen sind größer. Zecken kommen nicht so hoch, dass sie sich von oben, von einem Baum aus, auf einen Menschen fallen lassen können.

  2. Die richtige Kleidung ist ein ausreichender Schutz
    Gummistiefel und lange Hosen machen es Zecken zumindest schwerer. Sich ausschließlich auf diesen Schutz zu verlassen, ist aber nicht ausreichend. Zecken können unbemerkt so lange auf der Kleidung herumkrabbeln, bis sie eine geeignete "Stichstelle" gefunden haben.

  3. Rechtzeitiges Entfernen der Zecke schützt vor Infektionen
    Die FSME-Viren (Frühsommer Meningoenzephalitias) befinden sich im Speichel der infizierten Zecken. Deshalb können sie schon direkt beim Stich übertragen werden. Eine noch so rechtzeitige Entfernung schützt deshalb nicht vor der Infektion. Borreliose-Erreger befinden sich im Darm der infizierten Zecke und werden erst nach 24 Stunden übertragen. Unfachgemäßes Entfernen von Zecken kann aber dazu führen, dass der Darminhalt der Zecke in die Stichstelle gerät.

  4. Jäger und Forstarbeiter bekommen FSME
    Diese Annahme, nur Jäger oder Forstarbeiter seien gefährdet, stimmt nicht. Tatsächlich ziehen sich 90% der FSME- Erkrankten die Infektion bei Freizeitaktivitäten wie Gartenarbeit oder Wandern zu.

  5. FSME komme lediglich im Frühsommer vor
    Auch diese Annahme ist falsch. Richtig ist, dass sie zu Beginn des Sommers zwar gehäuft vorkommt, es sie dennoch bereits im Frühjahr und bis in den späten Herbst hinein gibt.