Was ist eine Grippeimpfung?

Grippe ist eine sehr ansteckende Infektionskrankheit der Atemwege. Der Auslöser ist das Influenza-Virus. Bei jungen Personen ohne zusätzliche Krankheiten verläuft die Grippe meist ohne Komplikationen. Für ältere Menschen sowie für Erwachsene und Kinder mit Vorerkrankungen bzw. Abwehrschwäche ist sie im schlimmsten Fall eine tödliche Bedrohung.

Die Grippe-Impfung ist ein Totimpfstoff. Er besteht aus Influenza-Viren, welche die Krankheit nicht mehr auslösen können. Diese setzen im Körper eine Immunantwort in Gang - genau wie eine "echte" Infektion, nur in abgeschwächter Form. Das Abwehrsystem produziert Antikörper. Für gewöhnlich werden innerhalb von 7 bis 14 Tagen nach einmaliger Impfung ausreichend schützende Antikörperkonzentrationen im Blut erreicht.

Vereinzelt kann es bei Geimpften trotzdem zu Influenza-Erkrankungen kommen. Im Allgemeinen verlaufen diese aber milder.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Im Allgemeinen ist die Grippe-Impfung sehr gut verträglich.

Nebenwirkungen treten bei einer Influenza-Impfung bei ca. 10 bis 15 % der Geimpften auf.

Lokale Beschwerden wie Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle treten häufig auf, aber stören meist nicht weiter. Allgemeinbeschwerden wie Fieber, Gliederschmerzen, Mattigkeit usw. können bei Personen auftreten, die noch nie mit einem Grippe-Virus in Kontakt gekommen sind.

Leichtes Unwohlsein und Gliederschmerzen sind Ausdruck der Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff. Diese Symptome sind in der Regel nach 1 bis 3 Tagen vorbei.

Eine Ansteckung anderer Personen ist ausgeschlossen.

Wer soll sich impfen lassen?

Alle Personen über 60 Jahren, da die Leistungsfähigkeit des Immunsystems mit dem Lebensalter abnimmt.

Kinder und Erwachsene mit Grunderkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Lungenleiden, Stoffwechselerkrankungen, Nierenerkrankungen, HIV, etc.

Menschen, die mit vielen Personen in Kontakt kommen und damit einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind oder selbst die Infektion auf andere übertragen können. Dazu gehören: Krankenhauspersonal, Kaufhauspersonal, Lehrer, Busfahrer, Gastronomieangestellte, Menschen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr

Generelle Empfehlungen zur Influenza-Impfung an „alle, die nicht krank werden wollen“, sind in an für sich nicht begründet.

Wer soll sich nicht impfen lassen?

Menschen mit einer nachgewiesenen schweren Allergie gegen Hühnereiweiß sollten sich nicht impfen lassen, da herstellungsbedingt im Impfstoff Spuren von Hühnereiweiß enthalten sein könnten.

Es kann auch zu Überempfindlichkeiten gegen andere Impfstoffbestandteile kommen, auch solche Menschen sollten von einer Impfung absehen. Für diese Personen gibt es aber eine neue Impfsubstanz.

Wann soll man sich impfen lassen?

Man sollte sich jedes Jahr im Herbst von September bis November, oder wenn eine Grippewelle im Anmarsch ist, impfen lassen. Nach ca. 2 Wochen wirkt der Impfschutz bereits. Beachten Sie bei Reisen auf die Südhalbkugel, dass die Grippe im dortigen Winter, also von Mai bis Oktober auftritt.

Wie oft muss die Impfung wiederholt werden?

Die Impfung muss jährlich wiederholt werden. Denn eine Besonderheit der Influenza-Viren ist ihre Variabilität. Das Virus wechselt sein Aussehen immer wieder, wobei sich einzelne Virusbestandteile verändern. Aufgrund geringer Veränderungen in der Erbinformation der Influenza-Viren kommt es auch zu neuen Virusvarianten. Daher muss jährlich neu Impfstoff produziert werden.

Kritik

Der Grippe-Impfstoff zählt zu den umsatzstärksten Impfstoffen der Hersteller, weil er jedes Jahr neu und verändert hergestellt werden und jedes Jahr geimpft werden muss. Besonders nach milden Wintern sind die Lager der Hersteller mit altem Impfstoff voll. Das führt dann in den Medien zu einer besonders aggressiven Angst-Kampagne, um wenigstens in den letzten Wintermonaten den Absatz zu erhöhen.

Nach einer Impfung gegen Influenza kann der HIV-Test ein falsch-positives Resultat liefern.

Das Nebenwirkungsrisiko ist nicht abschätzbar.

Die Zunahme an potentiell gefährlichen Antikörpern gegen Impfbestandteile (Hühnereiweiß) zeigt, dass Impfstoffe teilweise nicht sauber genug sind.