Wetterumschwung

Schuld an allem ist das Wetter. Genauer gesagt der Wechsel vom winterlich Kalten ins frühlingshaft Warme. Die Zeit, die unser Körper für all diese Umstellungen benötigt empfinden viele Menschen als Frühjahrsmüdigkeit. Vorsicht! Müdigkeit und Abgeschlagenheit können auch ein Hinweis auf einen Eisenmangel oder eine Schilddrüsen-Unterfunktion sein. Im Zweifelsfall sollten Sie dazu Ihren Arzt konsultieren.

Steigende Temperaturen

Steigen die Temperaturen nach dem kalten Winterwetter wieder an, dann erweitern sich die Blutgefäße in unserer Haut. Das Blut wird vom Körperinneren abgezogen und vermehrt an die Körperoberfläche befördert. Auf diese Weise verliert unser Organismus Wärme und unser Körper kühlt ab. Das geht häufig mit einem sinkenden Blutdruck einher. Wir fühlen uns müde und schlapp. Steigende Temperaturen sind für unseren Körper aber auch ein Zeichen zum „durchstarten“. Unser Stoffwechsel wird angekurbelt und der Körper bereitet sich auf die warme Jahreszeit vor. Neue Zellen werden vermehrt gebildet und die Hormonproduktion erhöht.

Sauerstoff-Mangel

Zu den neu gebildeten Zellen gehören auch die roten Blutkörperchen. Sie sind in unserem Körper für den Sauerstoff-Transport zuständig. Ist die Anzahl der roten Blutkörperchen gering, dann fühlen wir uns müde und kraftlos. Ein niedriger Luftdruck kann das noch verstärken. Denn dadurch wird die Atmung erschwert und unser Organismus nimmt weniger Sauerstoff auf. Gähnen ist ein direkter Hinweis darauf, dass unserem Körper Sauerstoff fehlt. Es dauert meist einige Zeit bis unser Organismus die Produktion der roten Blutzellen ausreichend erhöht hat.

Hormon-Chaos

Serotonin und Melatonin sind die beiden wichtigsten Hormone, wenn es um das Thema Frühjahrsmüdigkeit geht. Beide Hormone arbeiten als Antagonisten. Das heißt, beide haben eine entgegengesetzte Wirkung. Melatonin ist quasi unser „Schlafhormon“. Bei Dunkelheit wird es vermehrt ausgeschüttet. Es sorgt für einen erholsamen Schlaf und regelt unseren Tag-Nacht-Rhythmus. Bleibt dieses Hormon länger als zur Schlafenszeit in unserem Blut, dann fühlen wir uns auch tagsüber müde und sind unkonzentriert. Der Gegenspieler Serotonin tritt durch die Einwirkung von Licht in Aktion. Serotonin ist unser „Glückshormon“. Es hebt unsere Stimmung und verleiht uns neue Energie. Serotonin ist auch in einigen Lebensmitteln in bedeutenden Mengen enthalten. Ein klassisches Beispiel ist die Schokolade. Das ist auch die Erklärung warum viele Menschen gerade im Winter, wenn die Lichtintensität stark eingeschränkt ist, häufig einen Heißhunger auf Süßigkeiten bekommen.

Häufige Wetterwechsel

Eine ebenfalls nicht zu vernachlässigende Ursache für Frühjahrsmüdigkeit ist der Wetterwechsel. Gerade im Frühjahr ist der rasche Wechsel des Wetters ein häufig auftretendes Ereignis. Bei warmen Temperaturen weiten sich unsere Blutgefäße, bei kalten Temperaturen ziehen sie sich zusammen. Ein häufiger Wetterwechsel verlangt eine schnelle Anpassung unseres Organismus. Erfolgt diese nicht schnell genug, dann spielt unser Kreislauf verrückt. Schwindel und Schwäche sind die Folge. Diese Wetterwechsel können ebenfalls unser vegetatives Nervensystem beeinflussen. In diesem Fall spricht man auch von Wetterfühligkeit. Im Gegensatz zur Frühjahrsmüdigkeit kann Wetterfühligkeit das ganze Jahr über in Erscheinung treten.