Der Luftdruck

Das der Luftdruck mit der Höhe rasch abnimmt, muss im Inneren eine Flugzeuges dieser Unterdruck ausgeglichen werden. Die Flugzeuge verfügen über sogenannte Druckkabinen. Aus technisch-wirtschaftlichen Gründen herrscht in Flugzeugen bei Langstreckenflügen, also in Höhen zwischen ca. 10.000 m und 13.000 m ein Druck, der dem in einer Höhe von ca. 2.000 m bis 2.500 m entspricht. Geht man beispielsweise von einem Druck entsprechend einer Höhe von 2.000 m aus, dann herrscht in der Maschine ein Druck von rund 0,6 bar.

Mögliche Probleme:

Aufgrund des niedrigen Drucks wird dem Körper pro Atemzug weniger Sauerstoff zugeführt. Für gesunde Menschen ist dieser Unterdruck praktisch kaum merkbar. Ausgenommen davon sind möglicherweise beim Start und der Landung Druckgefühle in den Nasennebenhöhlen sowie in den Ohren, bis hin zu leichteren Kopfschmerzen. Ein einfaches Hilfsmittel, das weltweit praktiziert wird, ist das Kauen von Kaugummi. Durch die Kaubewegungen wird der Druck im Mittelohr etwas ausgeglichen. Es kann auch hilfreich sein, wenn Sie den Mund fest schließen, sich die Nase zuhalten und dann ruckartig die Luft aus der Lunge in den Mund pressen. Dies macht man auch auf Fahrten durch die Berge, um den Druck der verschiedenen Höhenunterschiede auf das Mittelohr auszugleichen.

Passagiere mit Lungen-Ventilationsstörungen, mit einem gestörten Sauerstofftransfer oder einer Anämie können jedoch aufgrund des verringerten Sauerstoffpartialdrucks hypoxisch werden. Auch Passagiere mit einem erhöhten Blutdruck im Lungenkreislauf, sowie mit einer Herzinsuffizienz sind gefährdet. In diesen Fällen sollte vor einem längeren Flug unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Nach Operationen, besonders aber nach Eingriffen an den Augen und im HNO-Bereich kann es aufgrund der Druckdifferenz der Nasennebenhöhlen zum Flugzeuginneren zu Problemen, vor allem starken Schmerzen, kommen. Infekte der oberen Luftwege können ebenfalls zu Beschwerden führen.

Die Luftfeuchte

Aber nicht nur der geringere Druck macht Probleme, auch die geringe Luftfeuchte. Die Luft wird im Prinzip aus den Turbinen - natürlich vor der Verbrennung - komprimiert und durch Filter, u.a. vom Ozon gereinigt, in das Flugzeuginnere geblasen. Die verbrauchte Luft "verlässt" das Flugzeug aus an den Fensterseiten im Boden befindlichen Luftschlitzen. Die Luft im Inneren der Flugzeuge wird in Abhängigkeit vom Flugzeugtyp im Mittel 30 mal pro Stunde ausgetauscht. Ein Teil der verbrauchten Luft wird jedoch nicht nach außen befördert sondern nach einer speziellen Aufbereitung wieder in die Maschine geblasen. Das Verhältnis zwischen frischer, also von außen eingeblasener Luft, zu aufbereiteter Luft beträgt etwa 60% zu 40%. Dabei liegt die Luftfeuchte im Schnitt nur bei 10% (üblicherweise beträgt sie am Boden in mittleren Breiten mehr als 60%)

Mögliche Auswirkungen

1. trockene Haut

2. trockene Schleimhäute von Mund, Nase und Augen aufgrund vermehrter Flüssigkeitsverlust vor allem über die Atmung

3. schmerzhafte Augen

Die niedrige Luftfeuchtigkeit an Bord kann teilweise durch eine hohe Aufnahme von Flüssigkeiten ausgeglichen werden. Vorzugsweise sollten die Getränke keinen Alkohol und keine Kohlensäure enthalten.