Zuerst eine traurige Nachricht - eine Behandlung gegen die Erreger ist nicht direkt möglich. Aber man kann sich schützen.

Eine alte Weisheit sagt: Vorbeugen ist besser als heilen. Nur wer abgehärtet ist, kommt gut durch den Winter. Denn, wenn es draußen richtig kalt wird, beginnt auch für den Organismus die kritische Jahreszeit. Man friert, und der Körper wehrt sich gegen die Kälte. So etwas kostet Kraft, und das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren.

Also sollte man sein Immunsystem unterstützen indem man besonders im Winter auf folgende Punkte achtet.

Heizungsluft trocknet die Nasenschleimhäute aus und Viren können sich besser festsetzen. Dagegen helfen salzwasserhaltige Nasensprays oder Inhalationen. Auch die Befeuchtung der Raumluft kann helfen.

Kälte schwächt das Immunsystem. Durch dicke Socken und heiße Fußbäder beugt man kalten Füßen vor.

Regelmäßige Saunabesuche härten das Immunsystem ab. Gleiches gilt für Wechselduschen am Morgen oder - für besonders Entschlossene - Eisbaden.

Die Viren werden vor allem durch Dinge übertragen, die mehrere Menschen berühren, etwa Türgriffe, Kaffeemaschinen oder Telefonhörer. Dagegen hilft häufigeres Händewaschen.

Auch mit richtiger Ernährung kann man vorbeugen. Viel Vitamin-C-haltiges Obst und Gemüse, auch als Säfte, sind wertvoller als fettreiche Nahrung und Süßes.

Für ein gesundes Gleichgewicht im Körper spielt die Seele eine entscheidende Rolle. Wer ständig überlastet ist und im privaten oder beruflichen Umfeld Sorgen hat, ist oft anfälliger für Krankheiten.

Symptome lindern

Und dann passiert es doch, der Hals fängt an zu kribbeln, die Nase juckt und der erste Nieser kündigt die kommende Erkältung an. Nun hilft leider nichts mehr, man muss sich seinem „Schicksal“ beugen – aber nicht ganz tatenlos. Zwar lassen sich die Erreger nicht direkt bekämpfen (Antibiotika helfen dabei gar nicht), aber man kann die Symptome lindern.

Gönnen Sie sich ein bisschen Ruhe und schonen Sie sich.
Sorgen Sie für ein gutes Raumklima.
Sorgen Sie dafür, dass Ihre Füße warm sind (Fußbäder können dabei helfen).
Gurgeln Sie mit Kamille, Salbei beruhigt die angegriffenen Schleimhäute. Bei manchen Menschen hilft auch Gurgeln mit Salzwasser (vom Geschmack nicht so empfehlenswert).
Inhalationen: heiße Dampfbäder (Salz oder Heilkräuter) befeuchten die Schleimhäute und lassen einen wieder so richtig frei durchatmen.
Papiertücher sofort wegwerfen und sich nach dem Schnäuzen die Hände waschen um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Reiben Sie die Brust und den Rücken mit einem Erkältungsbalsam ein.
Hustenmedikamente (Je nach Art des Hustens einnehmen: trockener Reizhusten oder lösender, schleimiger Husten) können die Beschwerden lindern.
Ihr Flüssigkeitsbedarf ist in den Tagen der Erkältung erhöht, trinken sie ausreichend Wasser, Tee oder auch Brühe (Warmes wärmt von Innen) und verzichten Sie auf Alkohol.
Es gibt auch spezielle Hustentees. Thymian hilft, das Hustensekret etwas zu verflüssigen. Eibisch (im Hustensaft) hingegen hilft den trockenen Reizhusten zu lindern.
Bei Fieber hilft auch der gute alte Wadenwickel; eine erhöhte Temperatur braucht jedoch nicht gleich gesenkt werden, da es sich um einen Teil des Heilungsprozesses handelt.
Auch Erkältungsbäder (ätherische Öle) in warmen (nicht zu heißen) Vollbädern sind empfehlenswert.
Verzichten Sie in der akuten Erkältungsphase auf Saunabesuche und heiße Vollbäder.