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(Foto Alberternst/Nawrath,
Vertrieb ddp)
Ambrosiapflanze

Das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia), auch Ambrosia, Traubenkraut, Aufrechtes Traubenkraut, Wilder Hanf ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Als einjährige Pflanze bezeichnet man krautige Pflanzen, die von der Keimung des Samens, über Ausbildung der gesamten Pflanze, Bildung der Blüte und Befruchtung bis zur Reife des neuen Samens eine Vegetationsperiode benötigen und nach der Reife des Samens absterben (vertrocknen oder verfaulen).

Ambrosia keimt im Frühjahr bis Sommer und blüht von Juli bis Mitte Oktober mit fingerförmigen, grüngelblichen Blütenständen, die kleine, unscheinbare gelbe Blütenköpfchen tragen und bis zu einer Milliarde Pollen pro Pflanze produzieren. Außerdem entstehen 3000 bis 6000 Samen, welche bis zu 40 Jahre lang keimfähig bleiben können. Sie mag es warm, aber nicht zu trocken. Sie gedeiht vor allem in offenen Böden.

Steckbrief:Name: Aufrechtes Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia)
Pflanzenfamilie: Korbblütler
Merkmale: 20 - 90 cm hoch. Blätter beidseitig grün mit heller Nervatur, doppelt fiederteilig, gestielt. Männliche Blüten an Stengelspitze, weibliche unterhalb der m ännlichen in den Blattwinkeln. Stengel meist rötlich, behaart, stark verzweigt.
Standorte: Sehr lichtbedürftig, bevorzugt gestörte Flächen wie Baustellen, Äcker, Brachen, unbewachsene Böden, Weg- und Strassenränder und kommt auf bis etwa 1000 Meter über NN vor.
Blütezeit: Mitte Juli - Anfang Oktober
Fortpflanzung: Einjährige Pflanze. Windbestäubung, produziert deshalb Millionen von Pollen. Eine Pflanze produziert normalerweise zwischen 3000 - 6000 Samen, die bis zu 40 Jahre keimfähig bleiben.

Die Ambrosia ist eine ursprünglich aus Nordamerika stammende Pflanzenart. Eigentlich ist die Pflanze hier zu Lande kein Neuling. Seit 150 Jahren wird sie in Deutschland nachgewiesen. Es wurde es erstmals 1863 in Deutschland beschrieben. Seit Anfang des letzten Jahrhunderts ist seine Ausbreitung zu beobachten und stellt inzwischen in Süd-Ost (z.B. Ungarn)- und Südeuropa (Oberitalien) ein Problem dar. In den letzten 10 Jahren ist die Pflanze auch bei uns, vor allem in Südwestdeutschland, auf dem Vormarsch.

Lange Zeit waren die Sommer bei uns zu kühl und zu kurz für die Pflanze. Experten glauben, dass die globale Klimaerwärmung den Vormarsch der Ambrosia begünstigt. Auch in Norditalien, Südfrankreich, Ungarn und der Schweiz wuchert sie schon.