Frühlingszeit ist Allergiezeit - leider :-(
Was hilft?

Gegen Allergien können auch Medikamente eingesetzt werden. Am besten funktioniert dies, wenn man bei einem Test das Allergen hat ausfindig machen können. Ist dies der Fall, dann kann eine Spezifische Behandlung vorgenommen werden.

Man unterscheidet zwischen der Ausschlusstherapie, d. h. man vermeidet die Allergene. Das ist kostenlos und unschädlich, aber manche Allergene kann man nicht immer ganz vermeiden. Sehr schwierig bis unmöglich wird es, wenn zu viele Allergene nachgewiesen sind.

Bei der spezifischen Hyposensibilisierung (Desensibilisierung) wird dem Körper das nachgewiesene Allergen in steigender Menge gespritzt, um ihn langsam an sie zu gewöhnen. Das ist allerdings sehr aufwendig und manchmal auch teuer. Dafür gibt es keine Langzeitschäden.

Am besten: Pollen vermeiden...

Ist kein spezifisches Allergen nachgewiesen worden oder erst gar kein Allergietest gemacht worden, so kann man auch zur Unspezifischen Behandlung greifen.

Da gibt es unter anderem Kortikoide, die man als Tablette zum täglichen Einnehmen oder als monatliche Spritze bekommt. Das ist einfach und relativ günstig, aber bei Langzeitanwendung sind Organschäden zu erwarten.

Auch Antihistamine werden als Tablette eingenommen. Das ist einfach und auch noch weniger gefährlich als Präparate mit Kortison. Leider ist daher auch ihre Wirkung schwächer und man fühlt sich oft müde. Weiterer Nachteil: Sie sind sehr teuer.

Am besten also, man probiert so lange individuell aus, bis man ein Präparat gefunden hat, das am besten wirkt.

Ganz zum Schluss gibt es noch die Unspezische Desensibilisierung: Dabei wird dem Patienten etwas Blut entnommen und im Speziallabor aufbereitet. Dieses individuell für den einzelnen Patienten hergestellte Medikament, wird nach genauem Therapieplan in ansteigender Dosis gespritzt. Der Vorteil ist, dass die Allergene nicht bekannt sein müssen, auch unerkannte Allergene werden erfasst. Der Behandlungszyklus beträgt mehrere Wochen und oft wird eine längere bis jahrelange Beschwerdefreiheit erreicht. Einziger Nachteil: Der relativ hohe Behandlungsaufwand.