Deshalb habe ich mir für nächstes Jahr einen Schlachtplan zurecht gelegt:
-Ich muss endlich einen Skikurs absolvieren und in den Bergen Urlaub machen
Oder -Ich werde Karnevalist und freue mich allein deshalb schon riesig auf den Februar
Oder -Ich fliege sofort Anfang Februar in den Urlaub. Und zwar weit, weit weg!
Also einen dieser 3 Punkte sollte ich doch verwirklichen können! Wobei ich das mit dem Karneval ja schon mal versucht habe. Ich war sogar in Köln. Also so richtig mittendrin in der Stadt und in einer echten Kölner Kneipe. Mein Biene Maja Kostüm war irgendwie nur hinderlich. Entweder habe ich tierisch geschwitzt oder ich wurde ausgelacht. Naja, glücklicherweise hilft das ein oder andere Kölsch dabei, solche Situationen zu meistern. Ja und dann war da noch die gesamte Kölner Gesangskunst, die auf mich eingeprasselt ist. Doch diese konnte ich leider aufgrund des Dialektmangels nicht mitsingen, geschweige denn verstehen. Aber alle um mich herum haben sich prächtig amüsiert. Na gut, vielleicht bin ich einfach nicht für den Karneval gemacht und sollte das einsehen. Wenn ich allerdings all die feiernden, gut gelaunten Menschen im Fernsehen sehe, bekomme ich dann doch Lust. Halt aus der Ferne. Außerdem passen Hamburg und Karneval genauso gut zusammen wie Sandalen und Tennissocken... Also wenn schon Karneval, dann nur in den Hochburgen!
Ach ja, ein großes Highlight habe ich dann doch im Februar. Und dafür MUSS es sogar kalt sein: Eine Kohlfahrt. Hierbei handelt es sich um einen Brauch, der in weiten Teilen Norddeutschlands zelebriert wird. Wie kann man das jetzt am besten erklären? Also: Es kommt irgendwo aus dem bremisch-oldenburgischen und ist für die Einwohner dieser Region die 5. Jahreszeit, eine Pilgerfahrt, quasi alle Feiertage plus Geburtstag an einem Tag ...einfach das allerbeste Mittel, um die Zeit zwischen Neujahr und Frühling zu überbrücken. Mit einer netten Gruppe und einem Bollerwagen begibt man sich auf eine mehrstündige Wanderung und absolviert dabei verschiedene (Trink) Spiele. Am Ende kehrt man zum Grünkohlessen in eine Wirtschaft ein. Unter „Spiele“ versteht man übrigens pädagogisch wertvolle Dinge wie Teebeutelweitwerfen mit dem Mund (großartig bei Wind), Eierlaufen oder einfach jegliche Spiele, bei denen man sich so richtig zum Affen macht. Der Spaß ist also garantiert.
Ich möchte jedem, der die Chance hat bei einer Kohlfahrt mitzumachen dies nur wärmstens empfehlen!!! Es ist gerade bei eisigen Temperaturen ein absolut tolles Erlebnis.
Da der komplette Februar noch kalt bleibt, schicke ich euch hiermit warme Gedanken!
Liebe Grüße
Eure Anneke

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